Neubau der Grundschule Tawern
Die Grundschule Tawern – inzwischen Ganztagsschule mit insgesamt 7 Klassen – stößt an ihre räumlichen Grenzen. Trotz des Aufstellens von mehreren Schulcontainern auf dem Schulhof fehlen noch weitere 320qm Unterrichtsfläche. Zudem besteht bei der überwiegend in den 1960 erbauten Schule dringender Sanierungsbedarf. Die Verbandsgemeinde Konz als Träger der Schule ist daher zum Ergebnis gekommen, die Grundschule Tawern komplett neu zu bauen, und zwar auf dem gemeindeeigenen Grundstück neben dem Bürgerhaus, auf dem sich momentan die Tennisplätze befinden.
Der Gemeinderat Tawern hat bereits beschlossen, dieses Grundstück für den Schulneubau zur Verfügung zu stellen. Damit einher geht natürlich die Suche nach einem neuen Standort für die Tennisplätze. Der Verbandsgemeinderat Konz hat am 2. Februar beschlossen, nun mit den Planungen für einen Schulneubau zu beginnen und nach Fertigstellung das alte Schulgelände der Gemeinde Tawern zu übertragen.
Der Neubau an dieser Stelle bringt zahlreiche Vorteile mit sich. So kann gebaut werden, ohne dass der Unterricht der Kinder darunter leidet. Die Nähe zu Turnhalle und Sportplatz macht die bisherigen Busfahrten zum Schulsport überflüssig. Auch die Verkehrs- und Parksituation dürfte sich am neuen Standort deutlich verbessern.
Die Gemeinde Tawern ist froh über den nun gefassten Beschluss, der auch von der Elternvertretung und der Lehrerschaft gewünscht wurde.
Schulneubau - Pädagogisches Konzept übergeben
Im Juli 2025 hat die Schulleitung der Grundschule Tawern der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier sowie der Verbandsgemeinde Konz das pädagogische Konzept für den geplanten Neubau der Grundschule übergeben.
Dieses umfangreiche Konzept entstand in einem intensiven gemeinsamen Entwicklungsprozess, an dem sich zahlreiche Mitglieder der Schulgemeinschaft aktiv beteiligten. Im Rahmen von zwei durch das Pädagogische Landesinstitut moderierten Studientagen erarbeiteten die Lehrkräfte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Schulelternbeirates sowie der Verbandsgemeinde Konz ein zukunftsorientiertes Raumkonzept. Ziel war es, eine Lernumgebung zu entwickeln, die moderne Unterrichtsformen optimal unterstützt und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird.
Weitere wertvolle Impulse gewann das Kollegium bei einem Studientag an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Koblenz. Dort konnten innovative Raumkonzepte eines modernen Schulneubaus nach dem pädagogischen Clustermodell kennengelernt und mit den bereits entwickelten Ideen der Grundschule Tawern abgestimmt werden.
Das Clustermodell bildet die Grundlage moderner Schulbaukonzepte in Rheinland-Pfalz. Dabei werden Klassenräume durch flexibel nutzbare Lern- und Differenzierungsbereiche ergänzt, die gemeinsames Lernen, individuelles Arbeiten und inklusive Unterrichtsformen gleichermaßen ermöglichen. So entstehen Lernlandschaften, die sich an den pädagogischen Anforderungen einer zeitgemäßen Grundschule orientieren und vielfältige Möglichkeiten für Kooperation, Bewegung und selbstständiges Lernen bieten.
Mit der Übergabe des pädagogischen Konzepts ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Schulneubau erreicht. Die Schulgemeinschaft wird den weiteren Planungsprozess auch künftig aktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass der Neubau optimale Lern- und Arbeitsbedingungen für alle Kinder sowie ein modernes Umfeld für erfolgreiches Lehren und Lernen schafft.
Weitere Informationen zum Schulneubau:
Zukunftsfähige Schulbauten in Rheinland-Pfalz - Ein Kompendium
Schulbaurichtlinie - Bau von Schulen und Förderung des Schulbaus